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für Mitglieder und Clavichordfreunde
Die Clavichordtage auf den Spuren J. S. Bachs
Liebe DCS-Mitglieder und Clavichordfreunde,
im September 2010 konnten wir Teil I unserer BACH-Reihe erfolgreich in Szene setzen, die Clavichordtage im ElbSchloss Bleckede, gewidmet „dem jungen J. S. Bach und seinem norddeutschen Horizont”.
Teil II folgte am Wochenende 20.–22. Mai im Schloss Bad Krozingen, wo die historischen Säle und die Neumeyer-Junghanns-Tracey-Sammlung historischer Tasteninstrumente einen atemberaubenden Rahmen für „Johann Sebastian Bach und der Süden” bildeten. Großer Dank an Herrn Enno Kastens, der in Bad Krozingen verantwortlich ist für die Gestaltung und Koordinierung der Schlosskonzerte, und der sich mit großem Eifer um all die großen und kleinen Fragen der Realisierung dieser Clavichordtage gekümmert hat – und für seine beeindruckenden Führungen durch die Instrumentensammlung.
Teil III der BACH-Reihe der DCS führte uns vom 21.–23. Oktober 2011 nach Berlin, wo wir erstmals zu Gast in den Sälen der Sächsischen Landesvertretung sein konnten, in einem historischen Gebäude in Berlin-Mitte, dem im Jahr 1905 erbauten ehemaligen Kontor der „Berlinischen Feuer-Versicherungs-Anstalt”. „Sachsen in Berlin” war die Überschrift dieser Clavichordtage und damit dem Motto der „Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bund” nicht nur zufällig ähnlich. Demzufolge erwartete uns Claviermusik der Bach-Söhne Carl Philipp Emanuel und Wilhelm Friedemann und natürlich auch die Kunst des „Alten Bach” – dessen Besuch bei Friedrich dem Großen wir bekanntermaßen nicht zuletzt das Musikalische Opfer verdanken. Der Vortrag von Dr. Peter Wollny musste leider kurzfristig abgesagt werden. Stattdessen berichtete PD Dr. Dr. Claus Köppel über „Die Krankheiten Johann Sebastian Bachs”. Jaroslav Tůma und Marcia Hadjimarkos waren in den Konzerten zu hören, unter anderem mit dem ersten Teil des „Wohltemperierten Claviers”, abwechselnd gespielt auf zwei Clavichorden. Das Pedalclavichord war der zweite thematische Schwerpunkt dieses Wochenendes; Jaroslav Tůma leitete einen Interpretationskurs am Freitag und konzertierte am Samstag auf diesem sehr selten zu hörenden Instrument (siehe auch Rückblick). Nach langer Zeit hatten wir auch wieder ein Konzert mit Gesang im Programm: June Telletxea war im Eröffnungskonzert mit ausgewählten Gellert-Oden von C. P. E. Bach und Fabeln von Johann Ernst Bach zu hören, am Clavichord begleitet von Marcia Hadjimarkos.
Der abschließende Teil IV des BACH-Festivals wird uns vom 17.–20. Mai 2012 nach Thüringen führen, in das Ursprungsland der „Bache”, wo wir zu Gast im Heinrich-Schütz-Museum in Bad Köstritz sein werden, einem Haus, das auch in musikalischen Angelegenheiten stets sehr aktiv ist, beispielsweise beim jährlich stattfindenden Heinrich-Schütz-Fest und bei diversen Konzertreihen der Mitteldeutschen Barockmusik in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen e.V. Auf dem Programm steht „Der unbekannte Bach” sowie Konzerte und Sonaten für zwei Claviere, komponiert von J. S. Bach, seinen Söhnen und Schülern. Außerdem ist eine Exkursion mit anschließendem Konzert zur kürzlich restaurierten Orgel der Kirche in Gera-Weißig geplant. Dieses Positiv ist ein Werk des Clavichordbauers und Silbermannschülers Christian Ernst Friederici (1709–1780) aus dem Jahr 1740, wahrscheinlich das einzige erhaltene Instrument dieser Art von Friederici.
Erste Informationen zum geplanten Programm der kommenden Clavichordtage finden Sie ab sofort in unserer Rubrik Clavichordtage Vorschau.
Eine angenehme Vorweihnachtszeit wünscht Ihnen
Thomas Bregenzer (Präsident der DCS)
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