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Vorschau

42. Clavichordtage der Deutschen Clavichord Societät
vom 22.–25. September 2016 in der Welschnonnenkirche Trier.

Clavichordtage Hechingen 2016 Vorschau

Veranstaltungsort

Welschnonnenkirche Trier
Flanderstraße 2
54290 Trier
Informationen zur Kirche bei Wikipedia

Zum Programm der Clavichordtage

Nach zwei umfangreichen Clavichordwochenenden in 2015 – im Mai im Geburtshaus von Heinrich Schütz in Bad Köstritz anlässlich der Präsentation der Rekonstruktion eines Pedalclavichords der Schütz-Zeit und im Oktober in der Villa Eugenia in Hechingen – kehren wir für die Clavichordtage 2016 in die alte Römerstadt Trier zurück. Der Veranstaltungsort wird die barocke Welschnonnenkirche sein, in der wir bereits bei den Clavichordtagen im April 2013 ein Konzert auf der historischen Stumm-Orgel aus dem Jahr 1757 hören konnten.

In den Konzerten der Künstler Mathieu Dupouy, Anne Galowich, Veit Walter, Diez Eichler und Josef Still werden neben Clavichorden auch historische Tafelklaviere aus der Sammlung Hansjosten, ein italienisches Virginal, ein Mittelalter-Cembalo und natürlich die Orgel erklingen, in einem Programm, das sich vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert erstreckt. Die musikalische Reise führt uns unter anderem, erstmals im Rahmen unserer Clavichordtage, in das England des 16. und des 18. Jahrhunderts. Alle Details können ab Juli hier an dieser Stelle auf der DCS-Website eingesehen werden.

Neben dem Konzertprogramm, das die Jubilare Antonio de Cabezón, Johann Jakob Froberger und Max Reger berücksichtigt, wird Diez Eichler seinen Vortrag „Ut-Re-Mi-Fa-Sol-La – ,tota Musica‘ oder ,todte Musica‘?“ fortsetzen, dessen erster Teil bereits im Herbst in Hechingen auf dem Programm stand. Er bietet eine verständliche Einführung in die Hexachordlehre und das modale Denken des 17. Jahrhunderts als Grundlage des Musikverständnisses dieser Zeit, mehr aus der Sicht des praktischen Musikers, als aus der Sicht des reinen Musikwissenschaftlers.

In der Nähe von Trier befindet sich außerdem eine der bedeutendsten privaten Sammlungen historischer Tasteninstrumente Südwestdeutschlands, die Heiko Hansjosten (Vizepräsident der DCS) und sein Bruder Ralf in den vergangenen Jahren aus der Beschäftigung mit alten Clavieren zusammengetragen haben. Die Anfänge der Sammlung gehen bis Ende der 1990er Jahre zurück; heute zählt sie über 50 historische Tasteninstrumente, die zum großen Teil spielbar und auf Anfrage zugänglich sind. Den Schwerpunkt der bilden frühe Hammerklaviere aus der Zeit von 1760 bis 1840, insbesondere in Tafelform, daneben einige Hammerflügel, aber auch Kielinstrumente, Orgeln, Harmonien und diverse Sonderformen von Tasteninstrumenten sind vertreten. Zu den herausragenden Instrumenten der Sammlung zählen beispielsweise ein Hammerflügel von Conrad Graf aus dem Jahr 1829 oder die Hausorgel von Hugh Russell aus dem Jahr 1791. Die Sammlung beherbergt außerdem vier historische Clavichorde. Ein Programmpunkt der Clavichordtage in Trier wird die Besichtigung dieser Sammlung sein.

Bild am Seitenkopf: Welschnonnenkirche Trier, © Berthold Werner | Quelle: Wikipedia (Public Domain)

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