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für Mitglieder und Clavichordfreunde
Programmhinweis: Die DCS im Radio!
Besucher der Clavichordtage in Schweich werden vielleicht mitbekommen haben, dass wir während der gesamten vier Tage von Herrn Heyder (CONCERTO) begleitet wurden. Als Ergebnis der Berichterstattung wird sich die „Musikszene” des Deutschlandfunks am 29. Juli zur besten Sendezeit 50 Minuten lang ausschließlich mit dem Clavichord, mit der DCS und natürlich mit unseren Clavichordtagen im April befassen – sicher ein Novum in unserer 20-jährigen Geschichte, für das wir sehr dankbar sind.
Deutschlandfunk | Montag, 29. Juli 2013 · 20:10 – 21:00 Uhr
Musikszene: „Von des Klaviers schmachtendem Silberton” –
Mit der Deutschen Clavichord Societät auf den Spuren alter Tasteninstrumente
Von Bernd Heyder
Pressetext:
Als der Lyriker Johann Heinrich Voß 1786 in der Elegie „Die Sängerin” gleich in der ersten Zeile „des Klaviers schmachtenden Silberton” heraufbeschwor, da stand ihm vermutlich noch jenes Tasteninstrument vor Augen, das zu Beginn des Jahrhunderts der Hamburger Musikpublizist Johann Mattheson seinem galanten Publikum als „delicat” ans Herz gelegt hatte: das Clavichord.
So empfindsam dieses sanft tönende Instrument reagiert, wenn die Tasten seine Saitenchöre über Tangenten in Schwingung versetzen, so dezent hat es sich heute im Zuge der Originalklangbewegung wieder im Konzert der historischen Instrumente neben Orgel, Cembalo und Hammerflügel positioniert.
Eine eher kleine, aber umso enthusiastischere Schar von Musikern, Instrumentenbauern, Wissenschaftlern und fachkundigen Laien ist es denn auch, die sich zweimal jährlich zu den Clavichord-Tagen der ‚Deutschen Clavichord Societät‘ einfindet.
Deren Blick richtet sich durchaus auf das ganze historische „Spektrum Clavier” – so das Motto des Treffens Ende April im Moselstädtchen Schweich.
Und daher geht es auch in der „Musikszene” nicht nur um das Clavichord, sondern ebenso um eine stattliche Schweicher Privatsammlung mit vielen weiteren alten Tasteninstrumenten – und um die kontrastreich kräftig klingenden Orgeln, die im 18. Jahrhundert von den Brüdern Stumm im nahen Hunsrück gebaut wurden.
Ausblick auf die 38. Clavichordtage der DCS
Liebe Clavichordfreunde,
mit den Clavichordtagen in diesem Jahr begeht die DCS auch ein besonderes Jubiläum: Wir feiern das 20jährige Bestehen unserer Gesellschaft und gleichzeitig 20 Jahre Clavichordtage, deren Ursprung 1993 im hohenlohischen Schwäbisch Hall liegen. Wir möchten anlässlich unseres Geburtstags die Vielfalt der Clavichord- und Clavierkultur über einen Zeitraum von 7 Jahrhunderten darstellen, von den „Anfängen“ (wo immer man die verorten möchte) bis zur Gegenwart. Da wir uns in den vergangenen zwei Jahren ausgiebigst mit der Familie Bach und der Musik des 18. Jahrhunderts beschäftigt haben und im April in Schweich an der Mosel bis ins 19. und 20. Jahrhundert vorgestoßen sind (ausführliche Berichte dazu in unserer Rubrik Clavichordtage|Rückblick), werden wir uns im Herbst 2013 überwiegend auf die frühe Musik für Tasteninstrumente vom 14. bis zum 17. Jahrhundert konzentrieren. Das Musikinstrumentenmuseum in Leipzig mit seiner umfangreichen Sammlung historischer Clavichorde und anderer Tasteninstrumente, die in der Welt ihresgleichen sucht, wird uns dafür vom 3.–6. Oktober 2013 einen einzigartigen Rahmen bieten.
Die Künstler dieses langen Wochenendes sind René Clemencic, Paul Simmonds, Corina Marti, Gregory Crowell und Friedhelm Capelle. Von besonderer Bedeutung für diese Clavichordtage ist natürlich die Besichtigung der historischen Clavichorde im Museum, aber auch die Ausstellung neuer Instrumente von Clavichordbauern aus dem In- und Ausland – Instrumente, bei denen es sich häufig um Nachbauten der historischen Vorbilder handelt oder die sich an den Clavichorden der Leipziger Sammlung orientieren. Ausführliche Informationen zu allen Programmpunkten finden sie ab Juli in unserer Rubrik Clavichordtage|Vorschau.
Feiern Sie mit uns das „Spektrum Clavier” in unserem Jubiläumsjahr!
Thomas Bregenzer (Präsident der DCS)
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