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Jüngster Eintrag in unserer Rubrik „Aktuelles”

12. März 2015Nachruf auf Jean Tournay (1940–2015)

Willkommen bei der DCS!

Deutsche Clavichord Societät e.V.

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Aktuelle Nachrichten
für Mitglieder und Clavichordfreunde

Liebe Clavichordfreunde,

es ist wohl nicht zu hoch gegriffen, die jüngsten Clavichordtage im Heinrich-Schütz-Haus in Bad Köstritz als einen vollen Erfolg zu bezeichnen. Dank zahlreicher lokaler und extra angereister Gäste waren die Sitzreihen im Konzertsaal des Stadtpalais’ Bad Köstritz stets gut besetzt und alle Anwesenden durften ausschließlich hochkarätige Konzertdarbietungen genießen. Die geladenen, fast durchweg bemerkenswert jungen Künstler schöpften mit ihren Konzertprogrammen das ganze Potenzial des von Volker Platte und Andreas Hermert rekonstruierten und bei dieser Veranstaltung erstmals gespielten Pedalclavichords aus. Auch die Organisation, Begleitung und Durchführung der Clavichordtage durch das Team rund um die Museumsleiterin Friederike Böcher konnte man nur als perfekt bezeichnen.

Für eines der schönsten Komplimente zu dieser rundum gelungenen Veranstaltung bedanken wir uns bei unserem Gründungsmitglied und zweiten Vereinspräsidenten Alfred Gross, das er im Nachtrag seines Berichts für unsere Rubrik „Rückblick” zu diesen Clavichordtagen anmerkt:

Als ich 1993 einige Enthusiasten in die Pfullinger Klosterkirche einlud, um die DCS zu gründen, tat ich es nicht ohne Visionen, ohne Träume: das Clavichord sollte wieder musikalisches Allgemeingut werden, es sollten wieder hervorragende Instrumente gebaut werden und es sollten hervorragende Musikerinnen und Musiker darauf spielen. Lange war ich nicht mehr an allen Tagen bei Clavichordtagen dabei. Nach diesen vier intensiven Tagen kann ich aber sagen: manchmal gehen Träume in Erfüllung.

Wir freuen uns daher ganz besonders, dass Alfred Gross mit zwei Konzerten zu den nächsten Clavichordtagen im Herbst auch einen erheblichen musikalischen Beitrag beisteuern wird. Daneben stehen Konzerte und Vorträge mit Miklós Spányi, Diez Eichler und Thomas Leininger auf dem Programm. Vom 15.–18. Oktober 2015 laden wir Clavichordfreunde dazu in die Villa Eugenia nach Hechingen im Zollernalbkreis (Baden-Württemberg) ein. Die Villa war die letzte Residenz der Fürsten von Hohenzollern-Hechingen und wurde 1786/87 als frühklassizistischer Bau errichtet und 1833 erweitert. Schon Franz Liszt und Hector Berlioz gaben sich hier die Ehre, und nun ist es an uns, die historischen Mauern durch gelebte Clavichordkultur zum Klingen zu bringen.

Im Namen der DCS wünsche ich allen Mitgliedern und Musikliebhabern einen schönen Sommer und eine erholsame Urlaubszeit.

Thomas Bregenzer (Präsident der DCS)

12. Juli 2015



Die Deutsche Clavichord Societät und ihr Jubiläumsjahr wurden 2013 im Deutschlandfunk in einer knapp einstündigen Reportage ausführlich dokumentiert.

Pressetext zum DCS-Beitrag im Deutschlandfunk

Als der Lyriker Johann Heinrich Voß 1786 in der Elegie „Die Sängerin” gleich in der ersten Zeile „des Klaviers schmachtenden Silberton” heraufbeschwor, da stand ihm vermutlich noch jenes Tasteninstrument vor Augen, das zu Beginn des Jahrhunderts der Hamburger Musikpublizist Johann Mattheson seinem galanten Publikum als „delicat” ans Herz gelegt hatte: das Clavichord. So empfindsam dieses sanft tönende Instrument reagiert, wenn die Tasten seine Saitenchöre über Tangenten in Schwingung versetzen, so dezent hat es sich heute im Zuge der Originalklangbewegung wieder im Konzert der historischen Instrumente neben Orgel, Cembalo und Hammerflügel positioniert. Eine eher kleine, aber umso enthusiastischere Schar von Musikern, Instrumentenbauern, Wissenschaftlern und fachkundigen Laien ist es denn auch, die sich zweimal jährlich zu den Clavichord-Tagen der ‚Deutschen Clavichord Societät‘ einfindet. Deren Blick richtet sich durchaus auf das ganze historische „Spektrum Clavier” – so das Motto des Treffens Ende April im Moselstädtchen Schweich. Und daher geht es auch in der „Musikszene” nicht nur um das Clavichord, sondern ebenso um eine stattliche Schweicher Privatsammlung mit vielen weiteren alten Tasteninstrumenten – und um die kontrastreich kräftig klingenden Orgeln, die im 18. Jahrhundert von den Brüdern Stumm im nahen Hunsrück gebaut wurden.

Sicherlich haben viele DCS-Mitglieder die Sendung live verfolgt oder die Möglichkeit genutzt, sie sich digital zum Nachhören aufzuzeichnen. Aus urheberrechtlichen Gründen dürfen wir hier auf der DCS-Website leider keine Tondatei der Sendung zur Verfügung stellen.
Wir bedanken uns jedoch bei Herrn Heyder und dem Sender für die freundliche Genehmigung zur Bereitstellung des kompletten Sendemanuskripts, das Sie hier als PDF-Datei herunterladen können:

Heyder_MZ_130729_Clavichord.pdf (ca. 160 KB)



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