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Deutsche Clavichord Societät e.V.

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Aktuelle Nachrichten
für Mitglieder und Clavichordfreunde

Liebe Clavichordfreunde,

Die Clavichordtage Anfang Oktober in Bad Krozingen können als überaus erfolgreich in die Geschichte der DCS eingehen – kaum jemals zuvor konnten wir solch große Besucherzahlen verzeichnen, und selten hörten und lasen wir derart wohlgelaunte und aufmunternde Worte seitens der Teilnehmer und Konzertbesucher, aber auch der beteiligten Künstler. An dieser Stelle sei nochmals ausdrücklich all denen herzlich gedankt, die an diesem Erfolg maßgeblich beteiligt waren, allen voran den Künstlern Mathieu Dupouy, Michel Bignens, Stephan Müller, Maria Bayley, Lukas Henning, Enno Kastens und Jermaine Sprosse, weiterhin Thomas Steiner, Vanja Hug, Paul Simmonds und Ambrosius Pfaff für ihre Vorträge, und natürlich Frau Susanne Berkemer vom Kulturamt der Stadt Bad Krozingen für die permanente und umfangreiche Unterstützung bei Vorbereitung und Durchführung der Clavichordtage. Großer Dank gebührt Enno Kastens außerdem für die unermüdliche Hilfe vor Ort „rund um die Uhr“.

Die ersten Clavichordtage in 2015 werden uns wieder in das Heinrich-Schütz-Haus in Bad Köstritz führen, wo wir bereits im Jahr 2012 zu Gast waren. Am langen Feiertagswochenende vom 14.–17. Mai wird sich unser Programm mit „Claviermusik der Schütz-Zeit“ befassen, vor allem aber mit dem Projekt der Rekonstruktion eines Pedalclavichords dieser Epoche. Pedalclavichorde gehörten über Jahrhunderte hinweg als Übungsinstrument in den Haushalt eines Organisten, denn in den Kirchen war es meist kalt, und zum Spielen der Orgel mussten Arbeiter für den Blasebalg, sogenannte Kalkanten, bereitgestellt (und bezahlt) werden. Seit spätestens dem 15. Jh. belegen zeitgenössische Berichte und bildliche Darstellungen die Existenz dieser Instrumente, mindestens einer der Texte legt sogar eine gewisse „Serienproduktion“ im 17. und 18. Jh. nahe. Allerdings blieb kaum eines der Instrumente erhalten (was möglicherweise dadurch erklärt werden kann, dass sie eben so lange gespielt wurden, bis sie nicht mehr zu gebrauchen waren), und die wenigen Exemplare, die wir heute noch bewundern können, entstammen dem späteren 18. Jh.; man ist also, was die früheren Instrumente angeht, auf Hypothesen und der Interpretation zeitgenössischer Texte angewiesen. Frau Friederike Böcher vom Schütz-Haus in Bad Köstritz ist nun zu verdanken, dass eine solche Rekonstruktion anlässlich des 30-jährigen Bestehens der „Forschungs- und Gedenkstätte Heinrich Schütz Haus Bad Köstritz” in Auftrag gegeben wurde (siehe dazu Frau Böchers Beitrag in unserer Rubrik Clavichordtage Vorschau), und das Ergebnis werden wir im Mai erleben dürfen.

Die herbstlichen Clavichordtage in 2015 führen uns dann vom 16.–18. Oktober in die Villa Eugenia nach Hechingen im Zollernalbkreis (Baden-Württemberg). Die Villa war die letzte Residenz der Fürsten von Hohenzollern-Hechingen und wurde 1786/87 als frühklassizistischer Bau errichtet und 1833 erweitert. Franz Liszt und Hector Berlioz gaben sich hier die Ehre, und nun ist es an uns …

Im Namen der DCS wünsche ich allen Clavichordfreunden eine schöne Vorweihnachtszeit!

Thomas Bregenzer (Präsident der DCS)

16. November 2014



Die Deutsche Clavichord Societät und ihr Jubiläumsjahr wurden 2013 im Deutschlandfunk in einer knapp einstündigen Reportage ausführlich dokumentiert.

Pressetext zum DCS-Beitrag im Deutschlandfunk

Als der Lyriker Johann Heinrich Voß 1786 in der Elegie „Die Sängerin” gleich in der ersten Zeile „des Klaviers schmachtenden Silberton” heraufbeschwor, da stand ihm vermutlich noch jenes Tasteninstrument vor Augen, das zu Beginn des Jahrhunderts der Hamburger Musikpublizist Johann Mattheson seinem galanten Publikum als „delicat” ans Herz gelegt hatte: das Clavichord. So empfindsam dieses sanft tönende Instrument reagiert, wenn die Tasten seine Saitenchöre über Tangenten in Schwingung versetzen, so dezent hat es sich heute im Zuge der Originalklangbewegung wieder im Konzert der historischen Instrumente neben Orgel, Cembalo und Hammerflügel positioniert. Eine eher kleine, aber umso enthusiastischere Schar von Musikern, Instrumentenbauern, Wissenschaftlern und fachkundigen Laien ist es denn auch, die sich zweimal jährlich zu den Clavichord-Tagen der ‚Deutschen Clavichord Societät‘ einfindet. Deren Blick richtet sich durchaus auf das ganze historische „Spektrum Clavier” – so das Motto des Treffens Ende April im Moselstädtchen Schweich. Und daher geht es auch in der „Musikszene” nicht nur um das Clavichord, sondern ebenso um eine stattliche Schweicher Privatsammlung mit vielen weiteren alten Tasteninstrumenten – und um die kontrastreich kräftig klingenden Orgeln, die im 18. Jahrhundert von den Brüdern Stumm im nahen Hunsrück gebaut wurden.

Sicherlich haben viele DCS-Mitglieder die Sendung live verfolgt oder die Möglichkeit genutzt, sie sich digital zum Nachhören aufzuzeichnen. Aus urheberrechtlichen Gründen dürfen wir hier auf der DCS-Website leider keine Tondatei der Sendung zur Verfügung stellen.
Wir bedanken uns jedoch bei Herrn Heyder und dem Sender für die freundliche Genehmigung zur Bereitstellung des kompletten Sendemanuskripts, das Sie hier als PDF-Datei herunterladen können:

Heyder_MZ_130729_Clavichord.pdf (ca. 160 KB)



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