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Impressionen von den 28. Clavichordtagen der DCS in Frankfurt am Main:

Fotos von Dorothea Demel


Freitag, den 20. April 2007



Im Depot des Historischen Museums

Michael Günther am Hammerflügel von
Dominikus Gahr, Hattenheim

Enge im Depot

Im Goethe-Haus

Vortrag von Prof. Dr. Peter Cahn
Telemanns Frankfurter Jahre

Konzert Nicole Hostettler
Clavichord von Burkhard Zander nach Berlin Nr.3



1. Tag Freitag, 20. April, 2007, Bericht von M. Zapf, D. Eichler, D. Demel

Der Veranstaltungsort war ungewöhnlich: es war Goethes Geburtshaus in Frankfurt am Main, und das Freie Deutsche Hochstift, das eines der ältesten kulturellen Institutionen in Frankfurt ist und zu dem unter anderem das Goethehaus gehört, hatte uns eingeladen die Clavichordtage dort zu veranstalten. Der erste Tag war dem spiritus loci von Frankfurt gewidmet. Das historische Museum der Stadt Frankfurt besitzt eine Musikinstrumentensammlung, die der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist; im Keller im Depot unter kontrollierten Klimabedingungen stehen dicht gedrängt die vielen historischen Tasteninstrumente - hauptsächlich Hammerflügel und Tafelklaviere von Erbauern der Region. Michael Günther erläuterte einige der Instrumente und führte sie vor.
Später wurden im Goethehaus die Clavichordtage eröffnet. Prof. Dr. Peter Cahn, der Nestor der Frankfurter Musikwissenschaft und Ehrenvorsitzende der Frankfurter Telemann-Gesellschaft, der in diesem Jahr noch seinen achtzigsten Geburtstag feiern wird, hielt einen Vortrag über die Frankfurter Jahre von Telemann, in dem wieder einmal deutlich wurde, wie selbstsicher und überzeugend Telemann sich seinen Platz zu nehmen wusste und auch nach seinem Wegzug noch von starker Wirkung war.
Die Konzerte fanden im wunderschönen Seekatzsaal des Goethemuseums statt (die Gemälde stammen vom Maler Seekatz, der diese malte, als er im Hause der Familie Goethe zu Gast war, wie Johann Wolfgang in "Dichtung und Wahrheit" beschreibt. Es ist dem Freien Deutschen Hochstift in unseren Tagen gelungen, die Bilder aufzuspüren und zu kaufen). So spielte am Abend im ersten Konzert Nicole Hostettler, Genf, auf einem Clavichord von Burkhard Zander nach Berlin Nr. 3 - zu Frankfurt passend - ein Programm mit leider selten gespielten Werken von Georg Philipp Telemann und Christoph Graupner.