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13. März 2004, 2. Tag, von Dorothea Demel und Reinhard Steller

Fotos von Dorothea Demel

Der Tag begann mit einem Rundgang durch das Museum Viadrina unter fachkundiger Führung von Herrn Dr. Schieck. Wir erfuhren viel zur Geschichte des Junkerhauses, wo das Museum untergebracht ist und zur Geschichte von Frankfurt/Oder. Ein Teil der Musikinstrumente der Reka-Sammlung (benannt nach dem Instrumentensammler Berol Kaiser-Reka) ist hier ausgestellt. Im anschließenden Vortrag von Alicja Knast, Poznan erfuhren wir noch Details zu den drei Clavichorden im Musikinstrumentenmuseum Poznan. Es schloss sich die hochinteressante Demonstration der ausgestellten Clavichorde an, wobei auch die drei im Museum vorhandenen historischen Clavichorde und ein Nachbau von Martin-Christian Schmidt, 1977 nach C.G. Hubert vorgeführt wurden. Clavichorde im Museum Viadrina: Ein wahres Kleinod mit interessanter Bemalung ist das bundfreie Clavichord von Johann Emanuel Schön, Orgelbauer, mit einem Gehäuse aus Nadelholz, das aufwändig mit Nussbaum furniert wurde. Der Deckel ist innen rot lackiert und mit kolorierten Kupferstichen mit Musikszenen beklebt. Auf dem Kästchendeckel befindet sich ein Wappen aus Silber mit den Initialen JFK, Jahreszahl 1748, die Oberseite des Anhangstocks ist reich mit Intarsien verziert. Leider wurde 1969 der Resonanzboden und der Stimmstock erneuert und mit Bolzenschrauben mit dem Unterboden verbunden. Ein weiteres bundfreies Clavichord, außen dunkelgrün, innen rot trägt eine Plakette mit der Aufschrift: "Sorte 4 N. 497. Verfertiget von Joh: Paul Kraemer, und Söhnen. Instrumentenmacher in Göttingen Im Juny 1801." Leider ist das Instrument insgesamt in einem mangelhaften Zustand, was Bassanhang, Stimmstock, Steg und Tangenten betrifft. Das dritte Clavichord, bundfrei und unsigniert, konnte Andreas Hermert aufgrund der Übereinstimmung wichtiger Maße und Konstruktionsmerkmale eines signierten und datierten Clavichords im Museum of Fine Arts, Boston, der Werkstatt Horns Erben & Mack (Dresden um 1800) zuschreiben. Fotos und Daten zu den Clavichorden finden Sie im Anhang.

Clavichord-Demonstration

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Richard Moroz

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Maria Erdman


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Raphael Zauels

Der Vortrag von Maria Erdman, Warschau entführte uns in die Polnische Claviermusik im 18. Jh., die vor allem in Klöstern und bei Hofe gesammelt und gepflegt wurde. Vorherrschend war neben Mazurken und Menuetten die Polonaise. ca. 1800 Polonaisen sind in verschiedenen Sammlungen erhalten. Bekannt sind bisher eigentlich nur die 24 Polonaisen von J. G. Goldberg.

Zweiter Teil des Berichts von Reinhard Steller:

Danach folgte das Konzert von Akiko Yamashita, das mit klug ausgewählten und hervorragend von Christine Hellert gelesenen Zwischentexten äußerst glücklich unterbrochen wurde, wodurch den Ohren Gelegenheit gegeben wurde, sich von der wunderbar interpretierten Musik zwischendurch zu erholen! Den Höhepunkt des Tages bildete dann die Einladung der Stadt Frankfurt zu einem Konzert mit Beethoven-Sonaten, interpretiert von Annerose Schmidt in der Konzerthalle, mit der Frankfurt einen außergewöhnlichen Konzertraum aus einer Kirche geschaffen hat. Bei dem anschließend für Frau Schmidt und alle DCS-Mitglieder gegebenen Empfang wurde die DCS durch die Übergabe der Bach-Plakette an den neuen Präsidenten durch die Bürgermeisterin der Stadt Frankfurt geehrt. Ein in solcher Qualität bislang nicht gekanntes Buffet mit hervorragenden Weinen bildete den Ausklang dieses ereignisreichen Tags.
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Akiko Yamashita und Christine Hellert

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Verleihung der Bach-Medaille an die DCS