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2. Tag: Das Clavichord im siebzehnten Jahrhundert.
Michael Zapf legte dar, dass praktisch das gesamte Werk Frobergers auf dem Clavichord spielbar ist und oft die gebrochene bzw. die kurze gebrochene Oktave erfordert. Auch die Bindungen der Clavichorde stehen dem Spiel von Frobergerstücken nicht entgegen, selbst bei entlegenen Tonarten kommen praktisch keine nichtspielbaren Intervalle vor. Als Stimmung wäre eine modifizierte mitteltönige Stimmung geeignet.
Leider stand kein Clavichord dieser Zeit zur Instrumentendemonstration zur Verfügung. So galt die Demonstration allgemein den ausgestellten, gebundenen Clavichorden.
Am Nachmittag gab Siegbert Rampe sein Debüt auf dem Clavichord, hier übrigens ein Nachbau von Salzburg um 1680, gebaut von Jörg Gobeli. Das umfangreiche Programm beinhaltete Werke von A. Ileborgh, C. Paumann, P. Hofheimer, H. Scheidemann, J. U. Steigleder, J.J. Froberger, M. Weckmann, G. Muffat und V. Lübeck. Er spielte faszinierend mit "Swing" und Bravour. So machen Toccaten Spaß. Aber er wusste auch das dynamische Spektrum des Clavichords auszunutzen, in der Partita g-moll FbWV 641, von J.J. Froberger konnte der Klang unendlich zart und süß werden aber auch stürmisch und eindringlich. Die eifrig Applaudierenden wurden mit drei Zugaben, Froberger Allemanden, erfreut.
mzapf

Michael Zapf beim Vortrag


Konzert Siegbert Rampe

clavsalzburg

Clavichord nach Salzburg 1680,
gebaut von Jörg Gobeli