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1. Tag: Das Clavichord im 15. und 16. Jahrhundert.
Schon der erste Vortrag von Andreas Hermert, der nicht "überlebenden" Clavichorden, sondern Ikonografie und frühen Traktaten und insbesondere dem Erlanger Traktat (übrigens in deutscher Sprache verfasst) gewidmet war, brachte überraschende neue Einblicke z.B. krampenförmige Tangenten und den symmetrischen Aufbau der Tastatur. Karin Richter befasste sich daraufhin mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden im Aufbau der ersten noch vorhandenen Clavichorde Leipzig II und III, Pisaurensis, Tosi und Anonymus der Sammlung Tagliavini.Besonders beeindruckend war die erste Clavichorddemonstration mit Nachbauten nach dem Erlanger Traktat, nach Zwolle, nach Urbino nach Leipzig II und Pisaurensis.
Im abendlichen Konzert entführte uns Paul Simmondsin die Welt der frühen Lied-Intavolierungen aus alten Tabulaturen. Er spielte die meisten Stücke auf dem Clavichordnachbau nach Pisaurensis gebaut von Karin Richter so auch Sweelincks "Fantasia Chromatica".

Andreas Hermert
und seine Rekonstruktion
nach dem Erlanger Traktat

krichter

Karin Richter beim Vortrag

clavichord

Blick auf die vorgeführten Clavichorde

psimmonds

Paul Simmonds


Clavichord nach Pisaurensis
gebaut von Karin Richter